Besuch im Neurozentrum Niedersachsen mit Plegedienstleitung Mareen Guth, Verwaltungsdirektor Thomas Bold, Axel Gruczyk, Landtagskandidatin Silke Depker, Franz-Josef Voß, Elke Ratzkowski und Dr. Hans-Georg Kok.

Mit “Reha vor Pflege” Pflegebedürftigkeit verhindern

Der Grundsatz „Rehabilitation vor und bei Pflege“ steht seit Jahren in den Sozialgesetzbüchern festgeschrieben und hat das Ziel, drohende Pflegebedürftigkeit zu verhindern oder bei bereits bestehender Pflegebedürftigkeit den Hilfebedarf zu reduzieren. Deswegen war es mir ein Anliegen auf Einladung der Dr. Becker Klinikgesellschaft einen Besuch im Neurozentrum Niedersachsen (NZN) wahrzunehmen.

Nach einer Begrüßung von Verwaltungsdirektor, Herrn Thomas Bold und der Pflegedienstleitung, Frau Mareen Guth, wurden mir und meinen Kolleg:innen der SPD Bad Essen die neurologische Rehabilitationseinrichtung mit ihren modernen und innovativen Rehabilitationsansätzen vorgestellt. Dabei wurde darauf berichtet, wie sehr sich die Klinik doch seit der Wiedereröffnung 2009 als neurologisches Rehabilitationszentrum positiv entwickelt habe. So habe sich die Einrichtung unter ihrem Chefarzt Prof. Dr. Leniger einen hervorragenden Ruf erarbeitet. In diesem Zusammenhang wurde auch darauf hingewiesen, dass es sich bei einer Rehabilitation, wie sie im NZN durchgeführt werde, nicht um eine Kur im früher verstandenen Sinne handele, sondern um ein hochkomplexes Verfahren handelt. Ziel ist es, schwer betroffenen Menschen nach neurologischen Erkrankungen möglichst wieder in den Erwerbsprozess einzugliedern bzw. die Selbstständigkeit der Patient:Innen zu erhalten und somit eine Pflegebedürftigkeit zu vermeiden.

Angesprochen wurden aber auch die aktuellen Krisensituationen, die alle Rehabilitationseinrichtungen wirtschaftlich sehr stark beeinflussen. So seien die Kosten für Energie sowie die inflationsbedingt steigenden Lebensmittelpreise nur bedingt auf Dauer zu stemmen. Auch die Problematik mit dem Fachkräftemangel, besonders in der Pflege, wurde im Gespräch nicht ausgespart. Eine Lösung könnte dabei sein, Reha-Kliniken selbst in den Pflegeberufen ausbilden zu lassen. Beispielhaft wurde auf   die Anbindung mit teilweise fehlenden öffentlichen Verkehrsmitteln hin. gewiesen, die für Mitarbeitende in der Pflege bei Schichtwechsel früh morgens eigentlich erforderlich wären.

Herzlichen Dank an das Neurozentrum Niedersachsen für den Einblick in diese komplexe Materie, das interessante sowie informative Gespräch und der Übergabe vom #Rehazukunftspakt. Reha vor Pflege – daran müssen wir uns als Land Niedersachsen immer wieder erinnern und diese in unser Handeln einbinden.

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