Aktive Teilhabe am beruflichen Leben für Menschen mit Behinderungen

Diesen wunderbaren Termin bei persönlicher Begegnung und offener Gesprächsrunde in den Osnabrücker Werkstätten in Sutthausen konnte ich in dieser Woche wahrnehmen. Wladimir Geldt, Vorsitzender des Gesamtwerkstattrats, hatte eingeladen auf die Frage hin, ob Werkstätten für Menschen mit Behinderung (WfbM) zur Inklusion beitragen oder nicht.

Für viele Menschen sind die WfbM berufliche Realität und stellen die einzige Möglichkeit der Berufsbildung und damit einen Schritt in die Arbeitswelt dar. Zudem bieten sie den Beschäftigten eine geordnete Tagesstruktur und Orte für soziale Kontakte. Parallel dazu halte ich die betriebliche Inklusion in Unternehmen für sehr wichtig, um Menschen mit Behinderung auch auf dem Arbeitsmarkt erfolgreich zu integrieren. Um die betriebliche Beschäftigung von Beschäftigten und die Inklusion gesellschaftsoffen zu fördern, wäre der Ausbau von persönlichen Assistenzen für die Beschäftigten im Arbeitsleben eine Möglichkeit. Weil jeder Mensch individuelle Bedürfnisse hat und auf unterschiedliche Assistenz angewiesen ist, muss für die Beeinträchtigten jedoch grundlegend eine Wahlfreiheit zwischen Werkstatt oder Betrieb bestehen.

Silke Depker bei der offenen Gesprächsrunde der HHO Osnabrück
Silke Depker bei der offenen Gesprächsrunde bei den Osnabrücker Werkstätten in Sutthausen.

In sozialen Berufen leiden wir besonders stark unter Fachkräftemangel. Deshalb braucht es verstärkte Anstrengungen, um Auszubildende in sozialen Berufen zu gewinnen. Auch bei der offenen Gesprächsrunde der HHO wurde klar, dass auch hier Fachkräftemangel herrscht.

Wer beruflich mit Menschen mit Behinderung arbeiten möchten, lernt zum Beispiel Heilerziehungspflege. Dieses ist an bestimmten Schulen in Niedersachsen möglich. Allerdings wird dafür Schulgeld fällig. Gemeinsam mit der SPD Niedersachsen werde ich mich dafür einsetzen, dass wir die Schulgeldfreiheit komplett umsetzen und das Schulgeld auch in der Heilerziehungspflege abschaffen. Denn wir stehen für die Stärkung der Ausbildung in sozialen Berufen und in der Pflege.

Silke Depker mit Christine Dittmann aus Bad Essen, Stellv. Vorsitzende des Familienbeirats der Osnabrücker Werkstätten.
Silke Depker mit Christine Dittmann aus Bad Essen, Stellv. Vorsitzende des Familienbeirats der Osnabrücker Werkstätten.

Mit den Werkstätten für Menschen mit Behinderung haben wir eine sehr gute Möglichkeit, eine inklusive Gesellschaft mitzugestalten. Daher werde ich mich FÜR den Erhalt aussprechen um damit Menschen mit Beeinträchtigungen oder Behinderungen eine aktive Teilhabe am beruflichen Leben zu ermöglichen.

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